Stadtgliederung, Demografie, Geologie
Wels ist eine Stadt mit einem eigenen landesgesetzlich erlassenem Stadtrecht (Statut), wovon es bundesweit insgesamt 15 gibt. Außerdem ist sie gleichzeitig eine Gemeinde, Bezirk und Verwaltungssitz des Bezirks Wels-Land. Das Gemeindegebiet ist in 32 Ortsteile unterteilt, der politische Bezirk Wels-Stadt in sechs Katastralgemeinden gegliedert, das heißt, es gibt sechs Verwaltungseinheiten, für die jeweils ein Grundbuch angelegt ist. Die Katastralgemeinde Wels wird nochmals in fünf Stadtteile unterteilt. Zusätzlich gibt es viele inoffizielle Bezeichnungen für einige Siedlungsgebiete oder Teile in Wels, wie zum Beispiel die Gartenstadt.
Demografisch gesehen, gibt es in Wels keine großartigen Besonderheiten. Über die Hälfte der Bewohner der österreichischen Stadt, genau genommen 63 Prozent, sind im Alter zwischen 15 und 60 Jahre. 17 Prozent sind unter 15 Jahre und 20 Prozent älter als 60. Der Ausländeranteil liegt bei zirka 16 Prozent, wobei nur ein Prozent davon aus den EU-Staaten stammt. Ein Großteil der ausländischen Einwohner ist türkischer, jugoslawischer und kroatischer Herkunft.
63 Prozent der Bevölkerung gehören der römisch katholischen Kirche an, sieben Prozent der evangelischen. 14 Prozent der Menschen sind bekenntnislos und zirka zehn Prozent sind Anhänger des Islams. Der Rest verteilt sich auf kleine Religionen.
52 Prozent der Bevölkerung sind weiblich, entsprechend sind 48 Prozent davon Männer. Fast 70 Prozent der Haushalte in Wels sind Ein- oder Zweipersonenhaushalte, wobei lediglich 7 Prozent Großfamilien ausmachen. Mit steigender Einwandererzahl steigt jedoch auch die Größe des Haushalts.
Wels ist eingebettet von einer Hügellandschaft, so genanntem Tertiärhügelland aus Schotter und Lehm. Aufgrund von Fließgewässer, welches über Jahrtausende kleine Gesteine mitgeführt hat, entstanden fluviale Terrassen aus Kies, Stein und Ton, worauf Wels sich heute befindet. Diese Rohstoffe werden in der großen österreichischen Stadt gefördert und für die Herstellung von Kieselsteinen und anderen Baumaterialien verwendet.
Wels ist reich an Erdgas, welches bereits vor über einem Jahrhundert gefördert und für die Versorgung von Krankenhäusern genutzt wurde.
Früher diente das Wasser der Welser Heide als gesundes Trinkwasser, mittlerweile jedoch ist der Genuss bedenklich, denn viele Industrien und die dichte Besiedlung der Stadt sind für Verunreinigungen verantwortlich. Nun wird die Bevölkerung zentral mit Wasser versorgt und bezieht es vorrangig aus dem Wasserwerken Aue an der Alm und Hartholz.